Social Innovation Night

Innovation in sozialen Organisationen? Und dazu ein Vortragsabend im Grünhof Freiburg? Lange konnte ich mir darunter nichts Konkretes vorstellen … Entsprechend hat es ein paar mehr Vorgespräche mit Hendrik Epe vom Blog „Idee Quadrat“ gebraucht, bis ich meinen Artikel für den Sonntag dann umgesetzt habe (und ein bisschen Überzeugungsarbeit in der Redaktion).

Interessanterweise ging es den drei Speakern der 2. Social Innovation Night bei Hendriks Anfrage ähnlich wie mir („Innovativ? Wir? Inwiefern …?“). Gut, dass der Organisator am Ball geblieben ist.

siv

Die Betroffenen selbst sprechen lassen

Meist berichten Medien über Menschen aus der Vogelperspektive: Es wird erzählt, welche Schwierigkeiten jemand meistert, wie derjenige sich engagiert, was ihn ausmacht.

Bei O-Ton-Porträts ist das anders: Hier kommt die betroffene Person selbst zu Wort. Sie entscheidet, was sie erzählen möchte – und wie. Immer wieder schreibe ich „Sozialprotokolle“ für die Zeitschrift Publik Forum (www.publik-forum.de). Eine aktuelle Auswahl:

heilpadagoge

Eine junge Frau erzählt, wie sie sich im Frauenhaus aus einer schwierigen Familiensituation gelöst hat. Und endlich ihren Gesellenbrief geschafft hat:
Sozialprotokoll: So war es im Frauenhaus

Ein Bankdirektor engagiert sich ehrenamtlich für die Freiburger Straßenschule – zusammen mit seinem ganzen Team:
Sozialprotokoll: Ein Bankdirektor macht Finanzberatung für Straßenkinder

Sie ist eine, die anpackt: Kurz nach der Ausbildung am Bau ist sie jung Mutter geworden – allereinerziehend. Ein Protokoll über Vorurteile, Kämpfe und das Schöne am Leben:
Sozialprotokoll: Wie es ist, alleinerziehend zu sein

Weshalb ein junger Mann im Rollstuhl den Beruf gewechselt hat und jetzt als Heilpädagoge andere zur Behinderung berät:
Sozialprotokoll: Der Mann im Rollstuhl kennt sich aus

Krisenkommunikation im Alltag – ein Fallbeispiel

Vor kurzem wurde ich im privaten Umfeld auf eine kleine Image-Krise einer Schule aufmerksam gemacht. Das Thema waren Diebstähle an Schulen, die Lokalpresse fragte bei verschiedenen Schulen in einem Ort an – und obwohl alle Schulen ähnlich verfahren, wenn Jacken, Schmuck oder Handys geklaut werden, stand am Ende des Artikels eine der Schulen besonders schlecht, eine andere besonders gut da. In diesem Blogeintrag will ich beleuchten: Was ist passiert, was kann man besser machen, wie nimmt die Autorin des Artikels Stellung?

Der Fall lässt sich meines Erachtens gut auf soziale Einrichtungen übertragen – denn genauso wie Schulen haben die oft keine professionelle Pressestelle und wenig Zeit für ungeplante Pressearbeit.

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„Selbst betroffen“ als Sozialarbeiter – wie gehe ich damit um? Interview mit Marc Kummer

Ertappt! Schon wieder erwische ich mich selbst dabei, wie ich einen Zeitschriftenartikel über Alleinerziehende schreibe. Dabei bin ich selbst alleinerziehend. Eigentlich ist das ein Problem, allein schon wegen der journalistischen Neutralität. Jedes Mal ist es eine größere Reflexionsarbeit, solche Texte zu verfassen. Und doch kann ich nicht anders. Denn wenn ich nicht über das Alleinerziehen spreche, tun es andere (die keine Ahnung haben).

In meinem Masterstudium der Sozialen Arbeit bin ich der Versuchung ausgewichen, Hausarbeiten über das Alleinerziehen zu schreiben. Es war zu anstrengend. Aber da gab es den übergewichtigen Kommilitonen, der über Adipositas forschte, das Migrantenkind, das heute über Jugendliche mit Migrationserfahrung forscht und lehrt, die Alleinerziehende, die als Sozialarbeiterin andere Single-Eltern mit unfassbarem Engagement berät und daran fast selbst zerbricht, den jungen Mann im Rollstuhl, der seinen Job in der Immobilienbranche aufgab, um Heilpädagoge zu werden und sein Thema, Behinderung, in den Mittelpunkt zu stellen.

Als ich schließlich über Facebook auf Marc Kummer stieß, den früheren suchtkranken Coach, Sozialunternehmer und Sozialarbeiter vom Bodensee, war es Zeit, das Thema zu beackern: Wie geht man als Sozialarbeiter oder auch als Kreativer verantwortungsvoll mit seinem Lebenthema um? Ein Interview. Weiterlesen

Insider-Tipps: Journalistische Texte richtig autorisieren

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In diesem Blogeintrag geht es um die wichtige und immer wiederkehrende Frage, die jeder Journalist kennt (und hasst): „Gell, Sie schicken uns den Artikel aber nochmal, wir korrigieren´s dann!“ Grundsätzlich lautet die Antwort schlicht: Nein. Weiterlesen

Journalistische Arbeitsproben

Derzeit schreibe ich in unregelmäßigen Abständen für Der Sonntag (die „kleine ZEIT für Südbaden“) Publik Forum (kritisch, christlich, unabhängig) und die Fachzeitschrift für Jugendsozialarbeit DREIZEHN.

Über Kickboxer, Alleinerziehende, PC-Stammtische, Intensivklassen für junge Geflüchtete … ich freu mich über alle Anfragen und Vorschläge.

In diesem Beitrag finden Sie einige aktuelle Beiträge.

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„Meine Haut ist nicht rosa!“

Diese symphatische Familie aus Südbaden besteht, wie man sehen kann, aus einer weißen Mutter und drei schwarzen Kindern. Für die Zeitschrift Publik Forum haben sie mir davon berichtet, wie wichtig schwarze Helden in Kinderbüchern und als Spielzeug für sie sind. Hauptfigur in diesem Fall ist der (mittlerweile fast) achtjährige Luke. Weiterlesen