„Selbst betroffen“ als Sozialarbeiter – wie gehe ich damit um? Interview mit Marc Kummer

Ertappt! Schon wieder erwische ich mich selbst dabei, wie ich einen Zeitschriftenartikel über Alleinerziehende schreibe. Dabei bin ich selbst alleinerziehend. Eigentlich ist das ein Problem, allein schon wegen der journalistischen Neutralität. Jedes Mal ist es eine größere Reflexionsarbeit, solche Texte zu verfassen. Und doch kann ich nicht anders. Denn wenn ich nicht über das Alleinerziehen spreche, tun es andere (die keine Ahnung haben).

In meinem Masterstudium der Sozialen Arbeit bin ich der Versuchung ausgewichen, Hausarbeiten über das Alleinerziehen zu schreiben. Es war zu anstrengend. Aber da gab es den übergewichtigen Kommilitonen, der über Adipositas forschte, das Migrantenkind, das heute über Jugendliche mit Migrationserfahrung forscht und lehrt, die Alleinerziehende, die als Sozialarbeiterin andere Single-Eltern mit unfassbarem Engagement berät und daran fast selbst zerbricht, den jungen Mann im Rollstuhl, der seinen Job in der Immobilienbranche aufgab, um Heilpädagoge zu werden und sein Thema, Behinderung, in den Mittelpunkt zu stellen.

Als ich schließlich über Facebook auf Marc Kummer stieß, den früheren suchtkranken Coach, Sozialunternehmer und Sozialarbeiter vom Bodensee, war es Zeit, das Thema zu beackern: Wie geht man als Sozialarbeiter oder auch als Kreativer verantwortungsvoll mit seinem Lebenthema um? Ein Interview. Weiterlesen

Wie gelingt Pressearbeit im Frauenhaus?

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In manchen Bereichen der Sozialen Arbeit stehen die Persönlichkeitsrechte von Klientinnen und Klienten unter besonderem Schutz. „Frauenhäuser machen bestimmt von sich aus keine Pressearbeit“, dachte ich deshalb immer. Falsch gedacht. Sozialpädagogin Alexandra Schmidt vom Frauenhaus Hildesheim sagt: Öffentlichkeitsarbeit war hier schon immer wichtig! Wie sie gelingt? Ein Interview. Weiterlesen

Workshop: Wie gelingt Pressearbeit zwischen Sozialer Arbeit und Journalismus?

Was geschieht, wenn man neun Journalisten, zwei Pressesprecher und sieben Sozialarbeiter drei Stunden lang in einen Raum steckt? Verständnis – in rasantem Arbeitstempo. Wir haben es ausprobiert: Beim Workshop „Pressearbeit zwischen Sozialer Arbeit und Journalismus“ am 12. Juni 2015 an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

Wie gelingt Pressearbeit zwischen Sozialer Arbeit und Journalismus? Workshop an der Evangelischen Hochschule Freiburg

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Sozialarbeiter im Sonnenschein: Mini-Interview mit dem Sänger Nic Knatterton

Hallo Nic! Bist du wirklich Sozialarbeiter?

Richtig, ich bin Sozialarbeiter beziehungsweise Sozialpädagoge. Insofern habe ich in dem Song „Sozialarbeiter im Sonnenschein“ meine alltäglichen Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verarbeitet.

Eine selbstironische Selbstreflektion?

Richtig. Ich empfinde es für mich selbst, aber natürlich auch für die jungen Menschen in meiner Arbeit als sehr wichtig, einen adäquaten Umgang mit den eigenen Emotionen, insbesondere den Aggressionen zu entwickeln. Deshalb habe ich versucht, dies in dem Song auf eine ironische Weise darzustellen.  Mit etwas Witz kann man manchmal mehr bewegen als mit stocksteifem Ernst!

Warst du genervt von Sozialarbeiter-Klischees? Oder steht das Video in einem politischen Zusammenhang, wie den aktuellen Erzieher- und Sozialberufe-Streiks?

Man kann es natürlich als Hinweis auf die Wichtigkeit Sozialer Arbeit und die leider recht geringe gesellschaftliche Wertschätzung verstehen!

Nic Knatterton (35) heißt in Wirklichkeit Dominik Walter und lebt in Aachen. An dem Song „Sozialarbeiter im Sonnenschein“ wirkten mit: Nics Frau Johanna, seine Schwester Jana, sein Schwager Nando und sein Vater Burkhard. Der Song stammt von dem Album „Nic’s Neues“, erhältlich unter www.nic-knatterton.de

Neue Forschungsergebnisse: Wie Sozialarbeitende in Printmedien dargestellt werden

ExpertIn und HelferIn: Das sind die beiden häufigsten Rollen, die Sozialarbeitende in Printmedien einnehmen. Herausgefunden hat das eine studentische Forschungswerkstatt rund um die Professorin Maria Ohling von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Landshut. Wie kam es zu diesem Lehr-Forschungsprojekt? Ein Interview. Ohling Weiterlesen

Helden, Helfer und Mentoren: Wie kann die Soziale Arbeit Storytelling für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen?

Tim A. Bohlen ist professioneller Geschichtenerzähler. Auf seinem Blog bohlen.me hat er „Die 95 Thesen des Storytelling“ versammelt. Im Interview erklärt er, wie Soziale Arbeit diese Methode einsetzen kann und welche Rollen Klienten, Sozialarbeitende, Ehrenamtliche und Spender einnehmen können.

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Pssst in Gladbeck: Weshalb man einen PR-Preis im Sozialen nicht mit Superhelden oder Projekt Pusteblume gewinnt

Pssst in Gladbeck: PR-Preis für Soziales Thema

Die Marketing-Studentin Lea Bührer hat mit zwei Kommilitonen den Junior-Award 2014 der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) gewonnen: Mit einer Kampagne, die den Kindern psychisch kranker Eltern helfen soll. Im Interview erzählt sie, wie intensiv die Studierenden sich drei Monate lang ins Thema vertieften. Weiterlesen